Die besten Tipps & Hausmittel bei Erkältungen

Erkältungen haben derzeit Hochsaison, sind jedoch entgegen ihrem Namen eher auf Bazillen und Viren denn auf einen Mangel an Wärme zurückzuführen. Hier finden Sie einige Tipps und Hausmittel, die Abhilfe schaffen oder vorbeugen können:

Regelmäßig Händewaschen

Insofern ist das regelmäßige Händewaschen sicher eine bessere Prävention als ein dicker Schal. Doch was tun, wenn allem Waschen und Warmhalten zum Trotz die Erkältung zuschlägt? Viele greifen sicher zu konventionellen Grippemitteln aus Drogerie und Apotheke, die in der modernen Welt schnelle Linderung versprechen.

Alte Hausmittel

Nicht minder beliebt sind die guten alten Hausmittel, deren Fundus hauptsächlich Küche und Kräutergarten sind. Die Vorteile sind offensichtlich: Sie sind größtenteils seit Generationen erprobt und für wirksam befunden worden; sie sind preiswert und im wohlsortierten Haushalt stets vorhanden. Da wäre zum Beispiel das oftmals völlig unterschätzte Multitalent Zwiebel. Sie ist reich an ätherischen Ölen und Flavonoiden, die die Immunabwehr stärken, Viren und Bakterien jedoch den Garaus machen. Daher empfiehlt sich das schmackhafte Lauchgemüse bei Erkältungen als Zwiebelsirup, Zwiebeltee und Zwiebelsuppe, sowie als Zwiebelsäckchen, wenn Ohrenschmerzen ins Krankheitsgeschehen involviert sind.

Wenn Sie den Kopf wieder frei bekommen möchten …

So vielfältig die Kartoffel in der kulinarischen Verwendung, so einfach ist sie als Hausmittel angewendet:
Einfach ein paar weichgekochte Kartoffeln auf ein Leintuch geben, zerquetschen und das Tuch zum Wickel falten. Mit der Kartoffelseite um den Hals oder auf die Brust gelegt, verströmen die Kartoffeln nicht nur heilsame Wärme, sondern bringen zudem Erleichterung und wirken schmerzlindernd.
Als kleine Kartoffelbrei-Kompresse auf Stirn oder Nasen-/Wangenbereich gelegt ist der Erdapfel sogar noch ein prima Mittel gegen Nasenneben- und Stirnhöhlenentzündungen sowie festsitzenden Schleim. Diesen kann natürlich auch direkt von innen zu Leibe gerückt werden: mit der guten alten Nasendusche und Spülsalzen. An diesen mögen sich zwar die Geister scheiden – ihr Nutzen und die heilenden Effekte von Salzwasser hingegen sind unbestritten. Es reinigt nicht nur die Schleimhäute und spült Sekrete, Bakterien und Erreger fort; es verfügt auch über desinfizierende Qualitäten. Zudem lässt es die Schleimhäute abschwellen und erleichtert so die Atmung.

Kamille für den Kopf

Wer sich jedoch nicht mit dem Gefühl zuweilen leicht glibberigen, aus der Nase rinnenden Salzwassers anfreunden kann, dem seien Kamille-Dampfbäder für den verstopften Kopf empfohlen:
Eine Handvoll getrockneter Kamillenblüten (wer mag, kann noch eine halbe Handvoll Salbei hinzugeben) in heißes, nicht mehr kochendes Wasser rühren und mit einem Handtuch über dem Kopf ca. 10 Minuten inhalieren. Die Kamille wirkt als Dampf nicht nur innerlich entzündungshemmend und desinfizierend; auch äußerlich pflegt sie die Haut, insbesondere die geschundene Schnupfennase.

Mit Tee & Co. der Erkältung richtig einheizen

Die Vielzahl der Kräuter, Wurzeln und Blüten, die die Natur gegen Erkältungen und ihre Armee an Begleiterscheinungen hat wachsen lassen, ist schier unüberschaubar. Die drei großen Klassiker im Bereich der Erkältungstee-Kräuter sind sicherlich Salbei, Thymian und Pfefferminze.
Wem der Geschmack der Kräutersude nicht zusagt, kann sie immer noch zum Gurgeln verwenden, um entzündeten, blockierten Atemwegen Erleichterung zu verschaffen und sie zu desinfizieren.
Freunde von Schwitzkuren, mit denen auch beginnenden Erkältungen Einhalt geboten werden kann, kommen mit den Vitamin C-reichen Holunderblüten ganz auf ihre Kosten. Strikte Tee-Verweigerer können auf andere Heißgetränke ausweichen: Ganz oben in der Gunst stehen die heiße Milch, die heiße Zitrone und zunehmend der heiße Ingwer. Wie die Kräutertees werden auch diese wärmenden Getränke mit einem Löffel Honig noch besser; nicht nur des süßen Geschmacks wegen, sondern wegen der heilenden Inhaltsstoffe des Honigs, wie Enzyme, Calcium, Eisen und Magnesium, die das Immunsystem stärken. Damit diese guten Inhaltsstoffe erhalten bleiben, darf das Heißgetränk keine 40 Grad mehr heiß sein; bei dieser Temperatur verliert der Honig seine heilende Wirkung.

Selbst gemacht: Erkältungssirup als Booster für Ihr Immunsystem

Natürlich lassen sich geriebener Ingwer, Zitronensaft und Honig auch zu einem delikaten Sirup verarbeiten:

350 ml Honig
1 unbehandelte Bio-Zitrone
1 daumengroßes Stück Bio-Ingwer

Zitrone gut waschen, Ingwer schälen, beides in Scheiben schneiden, abwechselnd in ein Schraub-/Einmachglas schichten, Honig langsam darüber geben, bis das Glas gut gefüllt ist; mindestens eine Nacht stehen und ziehen lassen; danach im Kühlschrank aufbewahren. Damit haben Sie einen Booster für das Immunsystem, der aufkeimenden Erkältungen keine Chance lässt!